Villa

Definition, Ausstattung und Geschichte

Villa als Ferienhaus

Selbst in Ihrem Urlaub haben Sie die Möglichkeit in einer Villa zu wohnen. Heutzutage werden Villen als Ferienunterkunft angeboten und vermietet. Eine Ferienvilla unterscheidet sich an sich nicht von einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung, allerdings ist sie weitaus größer und luxuriöser eingerichtet und ausgestattet. Im Gegensatz zu einem Hotel kann man in einer Ferienvilla jedoch keine weiteren Dienstleistungen oder Service in Anspruch nehmen wie Frühstück oder Halbpension, Room- und Turndown Service. Da Ferienvillen über eine Küche verfügen, haben Sie die Möglichkeit sich dort selber zu verpflegen.

Hotelvilla

Damit Sie den kompletten Service, den ein Hotel bietet, genießen können und zur gleichen Zeit ungestört sein können und nicht auf Ihre Privatsphäre verzichten müssen, haben Sie die Möglichkeit Ihren Urlaub in einer Hotelvilla zu verbringen. Hier kann es sich um Ferienresorts handeln die aus mehreren Villen bestehen. In jedem der Häuser wird ein exklusiver und persönlicher Service angeboten. In anderen Fällen kann es sich um einzelne Villen in Urlaubsregionen handeln, die jedoch ebenfalls über eigenes Personal verfügen, welches sich um die Gäste kümmert. Ihnen wird auf Wunsch das Frühstück in der Villa zubereitet oder Sie können sich Ihr Wunschmenü zusammenstellen um dieses in der Villa einnehmen zu können. Ihre Betten werden täglich frisch gemacht und Ihre Zimmer werden sauber gehalten. Falls die Villa über Spa und andere Wellnesseinrichtungen verfügt, können Sie in einigen Fällen sogar diese in Anspruch nehmen und Massagen oder Beautybehandlungen erhalten.

Reiseziele für Ferienvillen und Hotelvillen

Ferienvillen sowie Hotelvillen finden Sie in wahrscheinlich jeder populären Urlaubsregion, jedoch vermehrt in Destinationen, die bei Urlaubern beliebt sind, die Wert auf Luxusurlaub legen, wie Saint Tropez, Monaco oder den Malediven. Über verschiedene Internetportale können Sie Ferienvillen finden, die Sie mieten können, um Ihren Urlaub dort zu verbringen.

Villa mit Barrierefreiheit

Bei einer Villa handelt es sich um ein Gebäude mit geringer Barrierefreiheit. Durch die große Anzahl an Zimmern, die sich über mehrere Etagen verteilen wird es für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen nicht einfach sein alle Räume zu erreichen. Oftmals gestaltet sich bereits das Eintreten in die Villa als schwierig, da eine Veranda vorhanden ist, die nur über mehrere Stufen zu erreichen ist. Eine Hochparterre, bei der ebenfalls eine Treppe zum Eingang führt, kann ebenfalls ein Hindernis sein und das Eintreten erschweren. In einigen Fällen, vor allem in alten Villen, können die Flure und Gänge verwinkelt sein und somit die Fortbewegung von Rollstuhlfahrern erschwert wird. Aus diesem Grund sind Villen für Menschen mit Einschränkungen nicht empfehlenswert.

Villa als Wohnhaus 

Eine Villa ist ein großes, herrschaftliches frei stehendes Einfamilienhaus mit weitläufigem beziehungsweise umlaufenden Garten. In einigen Fällen verfügen Villen über große Parkanlagen anstelle eines Gartens. Diese Art von Wohnhaus ist ein Zeichen der gehobenen Wohnkultur. Der Begriff Villa kann als Synonym für andere Arten von Gebäuden genutzt werden wie zum Beispiel für ein kleines Schloss oder für ein luxuriöses Mehrfamilienhaus.

Wann genau ein Haus als Villa oder lediglich als großes Haus gilt, ist nicht immer einfach zu unterscheiden, allerdings muss eine Villa drei Kriterien erfüllen: Sie muss ein frei stehendes Einfamilienhaus sein, welches in einem repräsentativen Stil gebaut und ausgestattet ist und über einen umlaufenden Garten verfügt.

Geschichte der Villa

Ursprünglich war eine Villa ein repräsentatives Haus der oberen Schichten oder ein vornehmer Landsitz. Trotz der oftmals ländlichen Lage diente eine Villa nicht zur landwirtschaftlichen Zwecken, sondern lediglich als Rückzugsort auf dem Land. Bereits in der Antike wurden Villen von der Oberschicht und dem Stadtadel genutzt. Die Herrenhäuser der Römer, welche sich in der Stadt befanden und mit prunkvollen und luxuriösen Möbeln und Gütern eingerichtet waren hießen Villa urbana. Wenn das Herrenhaus sich in der Nähe der Stand befand wurde es Villa suburbana genannt. Wenn die Lage eher ländlich war, wurde von einer Villa rustica geredet, welche oftmals über Gemüse-, Obst- oder Olivengärten verfügten. In der Regel besaß ein reicher Römer mehrere Villen.

Im Mittelalter wurde der Begriff Villa regiae für die königlichen Güter genutzt. Hier verbrachte der Adel sowie die Könige ihre Zeit, wenn sie auf einer Rundreise waren, um Hof zu halten. Die Villen waren vergleichbar mit einem kleinen Dorf aufgrund der zahlreichen Bediensteten und Werkstätten.

Während der Renaissance bauten die Italiener Villen wie zu römischen Zeiten. Der Bau der Villen wurde weiter ausgebaut sowie ausgeschmückt und erreichten seinen architektonischen Höhepunkt in der Barock- und Renaissancezeit, in der sich die Architekten gegenseitig mit prächtigen und glanzvollen Villen übertrumpft haben.

Ab dem 19. Jahrhundert stieg die Zahl der wohlhabenden Bürger an und Villen wurde eine beliebte Form der Behausung für große Familien mit Personal. Des Weiteren nutzte die wohlhabende Mittel- und Oberschicht ihre Villa zur Repräsentation ihres Hauses und ihres Wohlstands. Diese Villen entstanden in den Städten sowie Vororten. Teilweise entstanden ganze Villenviertel die sich zu gehobenen Stadtvierteln entwickelten, welche jedoch oftmals nur im Sommer bewohnt waren. Charakteristisch für die derzeitigen Villen waren Türmchen, Erker, Vorgärten sowie Veranden, großzügige Terrassen, Gartenanlagen sowie verschnörkelte Fassaden und Verzierungen. Bis heute sind Villen eine beliebte Form der Behausung der Wohlhabenden und Reichen.

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