Menü

Minibar

: Definition, Kosten und nützliche Hinweise

Minibar

Als Minibar werden kleine Kühlschränke bezeichnet, in denen Getränke und manchmal auch Snacks in einem Hotelzimmer aufbewahrt werden.

Minibar im Hotel

In vielen Hotels wird dem Gast eine Minibar zur Verfügung gestellt. Meist wird sie in die Zimmereinrichtung integriert und ist hinter einer Schranktür versteckt. Typischerweise ist die Minibar bei Ankunft des Gastes mit verschiedenen Softdrinks, Wasser, Säften und Snacks gefüllt. Snacks können zum Beispiel Nüsse, Schokoriegel oder Chips sein. Manchmal liegt sogar frisches Obst bereit. In den meisten Hotels wird die Minibar auch mit einer Auswahl an alkoholischen Getränken ausgestattet. Ausnahmen bilden hier viele Hotels in strengen muslimischen Ländern, da dort auch meistens im ganzen Hotel kein Alkohol serviert wird.

Durch moderne Technik arbeiten die kleinen Kühlschränke nahezu lautlos und stören auch nachts nicht.

Besonders nach langen Anreisen und Ankünften spät abends oder nachts, erweist sich eine Minibar oftmals als sehr praktisch und angenehm. Sie müssen nicht erst den nächsten Supermarkt oder Kiosk suchen und müssen auch nicht an die Hotelbar oder ins Restaurant, um einen Snack und ein kühles Getränk zu genießen. Manche Gäste nutzen die Minibar auch als Kühlmöglichkeit für eigene mitgebrachte oder gekaufte Getränke. Verständlicherweise wird das vom Hotel nicht gerne gesehen. Einige Hotels verlangen dafür sogar eine Gebühr.

Ihnen als Gast steht rund um die Uhr Ihre eigene kleine Bar zur Verfügung, mit allen Markenprodukten, die Sie auch von zu Hause kennen. Die Getränkehersteller konzipieren teilweise extra eigene Flaschen und Dosen für die Befüllung der Minibars (meist 0,2 l). Doch das hat natürlich auch seinen Preis.

Kosten der Minibar

Die Abrechnung der Minibar erfolgt in der Regel beim Check Out aus dem Hotel. In einigen Hotels ist die Benutzung der Minibar im Preis eingeschlossen, d.h. Sie können sich nach Lust und Laune an der Minibar bedienen, ohne dafür Extrakosten in Rechnung gestellt zu bekommen. Besonders bei All Inclusive ist diese Leistung manchmal enthalten, wobei je nach Hotel und Region eine eher kleine Auswahl zur Verfügung gestellt wird und eventuell nur lokale alkoholische Getränke. Bei Animod finden Sie viele Angebote, in denen bestimmte Getränke bereits inklusive sind. In manchen größeren und renommierten Hotels ist die Nutzung der Minibar generell eingeschlossen, beispielsweise bei der Buchung einer bestimmten Zimmerkategorie wie dem Business Zimmer, Juniorsuite o.ä.

Generell sollte man beachten, dass die Preise für Getränke aus der Minibar um einiges höher als normal sind. Im Hotelzimmer finden Sie eine Preisliste für die einzelnen Produkte der Minibar – entweder in den Hotelunterlagen oder auf dem Schreibtisch/Nachtisch. Manchmal liegt sie sogar direkt in der Minibar oder liegt oben drauf. Ein Schokoriegel kann so schon mal mehr als 2 Euro kosten, ebenso wie die 0,2 l Flasche Cola. Man sollte sich die Preise daher auf jeden Fall vorher anschauen und im Zweifelsfall an der Rezeption fragen, ob die Nutzung der Minibar enthalten ist oder nicht.

Beim Check Out wird dem Gast eine Abschlussrechnung vorgelegt, die neben der Hotelübernachtung auch die Nutzung weiterer Leistungen enthält. Darunter fällt auch die Minibar. Welche Getränke oder Snacks ein Gast verbraucht hat, stellen die Hotels entweder manuell oder automatisch fest:

Bei der manuellen Überprüfung wird bei der täglichen Zimmerreinigung gleichzeitig die Minibar kontrolliert, um festzuhalten, welche Lebensmittel fehlen. Dies wird auf speziellen Quittungen vermerkt und später bei den offenen Rechnungen des Zimmers angeheftet. Zugleich wird eine Liste für die neue Befüllung der Minibar erstellt, die aber erst später erfolgt.

Manche Hotels setzen auf Technik und haben Minibars mit integrierten Sensoren. So wird automatisch erkannt, wenn etwas aus der Minibar entfernt wird und es wird direkt an das Computersystem des Hotels übertragen. In den letzten Jahren entschließen sich immer mehr Hoteliers für die elektronische Methode, da immer wieder Gäste versuchen, um die Kosten der Nutzung herumzukommen. Zum Beispiel werden Getränke mit Wasser aufgefüllt oder am Tag der Abreise Getränke oder Lebensmittel konsumiert, die beim Check Out nicht angegeben und durch die Zimmermädchen erst zu spät entdeckt werden. Eine nachträgliche Rechnungsstellung an den Gast ist meist auch nicht sehr erfolgreich. Daher gibt es bei den neuesten Minibars Sensoren, die das entnommene Produkt sofort nach Entnahme auf die Rechnung setzen, oder wenn das Produkt nach 30 Sekunden nicht wieder zurück gestellt wurde. So soll Betrug verhindert werden, und gleichzeitig wird durch die genaue Dokumentation der Bestände das Auffüllen der Minibar vereinfacht.

Falsche Abrechnung

Sollten Sie beim Check-Out bemerken, dass Ihnen Getränke oder Snacks berechnet wurden, die Sie nicht konsumiert haben, so lässt sich das meist relativ einfach aufklären. Häufig kommt es vor, dass Belege zu spät gebucht werden und somit dem neuen Gast angerechnet werden oder die Minibar erst nach Ihrer Ankunft neu aufgefüllt wird. So kann es leicht zu Verwechslungen kommen. Die folgenden Tipps helfen, ein solches Missverständnis zu vermeiden:

Tipp 1: Für manche Minibars brauchen Sie einen Schlüssel. Möchten Sie die Minibar nicht nutzen, lassen Sie sich erst gar keinen Schlüssel aushändigen, so kann Ihnen später auch nichts berechnet werden.

Tipp 2: Überprüfen Sie bei Ihrer Ankunft ob die Minibar vollständig bestückt ist. Die Bestandsliste ist meist die Preisliste. Sollte etwas fehlen, sagen Sie an der Rezeption Bescheid.

Tipp 3: Um bei einem längeren Aufenthalt nicht den Überblick zu verlieren, können Sie sich an der Rezeption eine Zwischenabrechnung geben lassen.

Tipp 4: Sollten Sie früh morgens abreisen, empfiehlt es sich die Rechnung am Abend vorher zu begleichen. So ist genügend Zeit, Unstimmigkeiten auszuräumen.

Sollten Sie dennoch eine falsche Abrechnung vorgelegt bekommen, bitten Sie den Hotelier um die Belege. So kann schnell festgestellt werden, wann und was Ihnen berechtigterweise in Rechnung gestellt wurde, und was nicht.

Trend Minibar

Immer mehr Hotels setzen auf die sogenannten Impulskäufe ihrer Gäste und bieten neben den klassischen Snacks und Getränken auch noch allerhand anderer Sachen an. Von Herrensocken über Nagellackentferner bis hin zu Lippenstift und Rasierschaum – als Gast hat man hier fast einen kleinen Supermarkt auf dem Zimmer.

Andere Hotels hingegen sehen für die Minibar keine Zukunft und ersetzen sie lieber durch Verkaufsautomaten in den einzelnen Stockwerken.

Minibar im Flugzeug

Auf ausgewählten Strecken und Flugzeugen gibt es sogar an Bord eine Minibar für Passagiere: In der Business und First Class der Emirates Airline hat jeder Passagier seine persönliche Minibar direkt am Sitz. Auch andere Airlines wie Ethiad Airways bieten diesen Komfort. Die Nutzung der Minibar ist kostenlos, dafür sind aber natürlich Tickets für die Business und First Class relativ teuer.

Blog
Wir nutzen Cookies auf unserer Internetseite, um Ihnen einen bestmöglichen Service zu ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie hier.